· 

Warum denken viele, dass Deutsch lernen schwierig ist? Teil 2 / Why do many people think that learning German is difficult? Part 2

Das war früher. Und heute so?

Es gab Zeiten, da gab es kein Internet. Da hatte man analoge Telefone. Da musste man entweder in 'ne Telefonzelle gehen oder zurück nach Hause, wenn man dem Freund oder der Freundin sagen wollte, dass man sich verspätet. Es gab Zeiten, da hat man sich Briefe geschrieben, um jemandem mitzuteilen, wie es einem geht, was es Neues gibt, was man plant.

 

Georg Wenker hat in den Jahren 1876-1880 Fragebögen verschickt, um herauszufinden, wie die Wörter in den unterschiedlichen Regionen in Deutschland ausgesprochen werden. Und wie hat er das gemacht? Er hat per Post 44.251 Fragebögen an Schulen in über 40.000 Orte Deutschlands geschickt. Auf einem Fragebogen stand zum Beispiel das Wort "ich" und die Schüler und Lehrer haben das Wort so aufgeschrieben, wie sie es aussprechen und an Wenker zurückgeschickt. Per Post. Das hat Wenker dann in Sprachkarten festgehalten, heute bekannt als der Deutsche Sprachatlas. In der Dialektologie nicht mehr wegzudenken. Absolut Fantastisch!

 

Die Brüder Grimm sind gewandert und haben in den unterschiedlichen Orten zwischen Hanau und Kassel die Märchen gesammelt, die die Menschen ihnen erzählt haben. Sie sind G.E.L.A.U.F.E.N. oder haben eine Kutsche genommen. Das Auto wurde ja erst später erfunden.

 

Copy & Paste mit der Schreibmaschine? Hmm, das war nicht wirklich möglich.

Audios hat man mit der Kassette im Kassettenrekorder oder dem Walkman gehört und wenn man eine bestimmte Stelle noch einmal hören wollte, zum Beispiel in einem Dialog im Deutschkurs, musste man genau auf die Uhr schauen, um den Punkt zu erwischen, zu dem man zurückspulen musste. Das konnte dauern. So ähnlich, dann aber für uns der innovative Fortschritt und für unsere Nachkommen etwas anschaulicher, waren dann die CD-Spieler.

 

Ein Stück weiter, ein kleiner Schritt zum digitalen Lernen, war vielleicht der Gameboy, der uns auch mal das Einmal Eins abgefragt hat.

 

Der Empfang ging nicht durch die Steckdose bzw. die Telefonbuchse, sondern über die Fernsehantenne auf dem Dach.

 

Und wer hat schon Fotos mit seiner analogen Kamera von den Vokabeln im Unterricht gemacht? Sicher niemand. Ich hatte 2013 mal einen Kursteilnehmer, der in seinen Deutschkursen von der A1 bis zur B1 über 2000 Fotos mit seinem Smartphone gemacht hatte. Alles aus seinem Unterricht.

Deutschlernen aus der Hosentasche. Geht das denn?

Sind wir heute nicht sehr sehr verwöhnt?

Das Internet, das uns den Zugriff auf jedes beliebige Wort erlaubt, tragen wir in der Hosentasche mit uns herum. Wir können in Null-Komma-Nix ganze Sätze und Texte übersetzen lassen, um etwas zu verstehen, das in der Fremdsprache geschrieben oder gesagt wird. Das Problem ist nur: Wir wissen zwar in dem Moment, was es bedeutet, aber merken tun wir uns das nicht. So funktioniert unser Gehirn einfach nicht. Es muss ein Wort mehrere tausend Male hören und sehen. Der Mensch muss sie dazu auch selber durch Sprechen und Schreiben produzieren, damit er sich daran erinnert. Die Erinnerung ist sehr stark an Assoziationen genüpft, an Aktionen, Situationen, die mit dem Wort oder dem Satz einhergehen. Deshalb ist das Lernen von separaten Vokabellisten und die Umsetzung der gelernten Vokabeln in spontane Äußerungen in einem Gespräch so schwer. In den Vokabellisten fehlen die Assoziationen, Aktionen und Situationen.

Integration und Sprache. War da nicht was?

Englisch ist überall präsent, denn alle Welt spricht es. Viele Deutsche sind froh, wenn sie ihr Englisch auffrischen können mit dem Kollegen aus Ägypten, der Nachbarin aus Japan. Und man möchte auch höflich sein, weil man denkt "der Andere kann mich ja (noch) nicht (so gut) verstehen, deshalb mach' ich es ihm einfacher". Außerdem ist es auch viel praktischer, denn das geht schneller.

 

Letztens las ich im Internet den "Hilferuf" einer Person, die schrieb, dass sie seit 3 Jahren in Deutschland lebe und bis jetzt keinen Kontakt mit Deutschen habe. Sie fragte die Community, was sie ihr raten könne, damit sie Freunde finden könne. Alle rieten ihr, die Sprache zu lernen.

Yessss. Aber wie kommt es, dass das nicht Punkt eins auf ihrer Liste ist? Was bringt doch relativ viele Menschen heute davon weg, an das Naheliegendste zu denken? Nämlich dass die Sprache des Landes, in dem ich lebe, der Schlüssel zur Integration ist?

Hier sind immer beide Seiten involviert:

1. Die Muttersprachler selber.

Wenn ich es dem Anderen, der meine Muttersprache lernt, ermögliche, diese zu lernen, gebe ich ihm gleichzeitig die Möglichkeit sich zu integrieren. Indem ich versuche es ihm einfach zu machen, indem ich sofort auf Englisch wechsele, NEHME ich ihm beide Möglichkeiten. Ich fände es anmaßend, wenn jemand mit mir einfach auf Englisch spricht, nur weil ich gebrochen oder rudimentär seine Sprache spreche. Es ist wie bei kleinen Kindern: Wenn ich immer alles für sie mache, weil sie etwas nicht sofort selber hinbekommen, weil sie nicht so schnell oder akkurat sind, weil ich nicht will, dass sie hinfallen, nehme ich ihnen die Möglichkeit zur Erfahrung und Entwicklung.

 

2. Die Fremdsprachenlerner, also zum Beispiel die, die Deutsch als Fremdsprache lernen.

Denen möchte ich 2 Dinge ans Herz legen:

Lass dir nicht die Möglichkeit nehmen, die Sprache zu lernen und dich zu integrieren UND je länger du über die Sprache nachdenkst, wie schwer sie vielleicht ist, was du alles nicht ausdrücken kannst, wie lange es dauert, bis du sie gelernt hast, umso mehr verweilst du in dem passiven Modus, der mehr mit Sorgen besetzt ist. Dann bist du mehr mit den Sorgen und dem Frust beschäftigt, als dich in Aktion zu bringen. Und zwar JETZT eine Sprachschule zu suchen und einen Deutschkurs zu machen, dich in einem Sportverein anzumelden, in dem du Kontakte knüpfen kannst. Wenn du zu lange überlegst, schleicht sich ziemlich schnell der Gedanke ein "Ich brauche ja noch nicht und mit Englisch komme ich ja auch gut durch". Umso alltäglicher wird dieser Modus, und desto mehr rückt das Bedürfnis, Deutsch zu lernen und dich zu integrieren, in den Hintergrund. Du vergisst es sogar vielleicht. Du findest es vielleicht normal, dass das Leben auf Englisch läuft und du findest es seltsam, wenn dich jemand auf Deutsch anspricht. Es ist dann fast schon arrogant, dass jemand überhaupt auf die Idee kommt, dich in der Sprache des Landes anzusprechen: Wie, Sie sprechen kein Englisch?? Und dann plötzlich kommt der Punkt: Warum ist es eigentlich so schwer, hier Kontakte zu knüpfen? Warum ist Deutsch auch so schwer? Und man beginnt wieder von vorne. Nur ist der Prozess, sich FÜR einen Deutschkurs, sich FÜR ein spontanes Gespräch mit Basiswörtern auf Deutsch zu entscheiden, jetzt noch viel schwieriger. Deutsch lernen wird zu einer immer größeren Hürde.

 

SO dauert die Integration lange. So ist es ein langer Weg, hier Kontakte zu knüpfen, die währen. Die Deutschen sind da sehr zuverlässig: Einen Freund macht man nicht von jetzt auf gleich. Das ist ein Prozess. "Hallo" und "Wie geht's? Was machen die Kinder und wollen wir mal einen Kaffee trinken gehen?" Nein, für Deutsche ist das ist noch kein Freund. Aber es kann der Anfang einer Freundschaft sein, die sich mit der Zeit etabliert und WENN man einen Freund hat, dann hat man ihn auch. Ja, da sind die Deutschen wirklich zuverlässig. Aber wie willst du das ausprobieren? Wie willst du Freunde kennenlernen, wenn du nicht den ersten Schritt mit der Sprache machst? Wie willst du kennenlernen, dass das Konzept "Freund" im Englischen ein anderes ist als im Deutschen, wenn du Englisch zu deiner Alltagssprache machst?

Weißes Brot und dunkles Brot. Ja, es gibt Unterschiede. Dem einen schmecken sie, dem anderen nicht.

Als ich 1995 während meines Highschool-Jahres in den USA war, hatte ich ein Hardcover-Wörterbuch von Pons. Sonst nichts. Es gab niemanden, der für mich Deutsch gesprochen hat. Ich MUSSTE Englisch von der ersten Sekunde an sprechen. Und ich fing von Null an. Obwohl ich vorher bereits 6 Jahre Englisch an der Schule gelernt hatte. Es hat niemand langsamer gesprochen, damit ich es verstehe. Englisch war von da an mein neues Kommunikationsmittel. Es gab viele Situationen, die schwierig waren. Interkulturelle Missverständnisse, unterschiedliche Einstellungen und Gewohnheiten, ein völlig neuer Alltag. Und ich bin so froh, dass es genauso war und nicht anders.

 

Wenn ich manchmal im Internet lese, dass Menschen frustriert sind, weil die Deutschen sie nicht verstehen und sie die Deutschen nicht, weil Missverständnisse entstehen, weil das Leben einfach generell anders ist, es andere oder strengere Gesetze gibt, dass sie DESHALB das Leben in Deutschland so schwierig finden, zu bürokratisch, die Menschen zu direkt und unfreundlich sind. Dann denke ich des Öfteren: Liebe Leute! Es gibt Schwierigkeiten im Leben. Es gibt Unterschiede und  Situationen, die neu sind. Das ist normal und kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

 

Wenn ich in die meisten Länder dieser Welt fliege und kein dunkles Brot finde, dann ist das so. Nur weil ich es gewohnt bin, dunkles Brot zu essen, heißt das nicht, dass die anderen sich meinen Gewohnheiten anzupassen haben und von nun an dunkles Brot backen. Dann esse ich halt Weißbrot. Nicht alles, was für mich normal ist, bedeutet, dass es besser ist und es bedeutet schon gar nicht, dass das Andere schlecht ist.

Tun wir uns doch einfach mal was Gutes und FREUEN uns über das ANDERE. FREUEN wir uns darüber, dass wir etwas ANDERES kennenlernen dürfen.

Ein und dieselbe Erzählung in der Muttersprache & in der Fremdsprache

Ist es nicht ein tiefes Bedürfnis, dass wir uns mitteilen können? Über uns, unser Leben, die Schwierigkeiten und die schönen Dinge? Es gibt eine Studie über Erzählungen von Sprechern, die ein und dasselbe Erlebnis in ihrer Muttersprache und in einer Fremdsprache erzählt haben. Das Ergebnis war, dass in den Erzählungen in der Fremdsprache Emotionen enthalten waren, die in der Muttersprache nicht vorkamen oder anders, u.a. auch neutraler ausgedrückt wurden. Zum Teil wurden in den Erzählungen in der Muttersprache unterschiedliche Teile weggelassen, die aber in der Fremdsprache vorhanden waren (Angela Weißhaar: Neurologie des Erzählens, 2009).

 

Die Fremdsprache gibt uns also neben der Möglichkeit, uns zu integrieren, auch Möglichkeiten, uns anders und neu über etwas auszudrücken und somit Dinge neu und anders zu sehen und uns vielleicht auch den ein oder anderen Blick auf UNS SELBST erlauben.

Wie wollen wir Neues kennenlernen, wenn wir es immer durch die Brille der Muttersprache oder durch die des Englischen sehen?

 

Was können wir über die Fremdsprache ausdrücken, was wir in der Muttersprache nicht oder anders ausdrücken? Das wäre doch mal spannend, oder?

 


Unsere Sprachschule in Frankfurt am Main: Deutschkurse online und offline

Die maximale Teilnehmerzahl in unseren Online-Deutschkursen liegt bei 6 Personen. Wenn Du Deutsch lernen möchtest, um endlich mitreden und dich integrieren zu können ohne Angst vor der Sprachbarriere, ist unsere Sprachschule genau der richtige Ort für Dich.


In English

There was a time when there was no Internet. There were analog telephones. You either had to go to a phone booth or go back home if you wanted to tell your friend that you were running late. There were times when people wrote letters to each other to let someone know how they were doing, what was new, what they were planning.

Georg Wenker sent out questionnaires in 1876-1880 to find out how words were pronounced in different regions in Germany. And how did he do that? He sent 44,251 questionnaires by mail to schools in over 40,000 places in Germany. One questionnaire had the word "I," for example, and the students and teachers wrote down the word as they pronounced it and sent it back to Wenker. By mail. He then recorded that in language maps, known today as the German Language Atlas. It's hard to imagine dialectology without it. Absolutely fantastic!

The Brothers Grimm took hikes and collected the fairy tales that people told them in the various places between Hanau and Kassel. They W.A.L.K.E.D. Maybe they  took a carriage. The car wasn't invented until later.

Copy & paste with a typewriter? Hmm, that wasn't really possible.

You listened to audios with the cassette in the tape recorder or the walkman and if you wanted to hear a certain passage again, for example in a dialogue in German class, you had to look carefully at the clock to catch the point to which you had to rewind. That could take a while. Similar, but then for us the innovative progress and for our descendants a little more vivid, were the CD players.

 A little further on, a small step towards digital learning, was maybe the Gameboy, which also once asked us the multiplying system.

The reception was not through the socket or the telephone jack, but through the TV antenna on the roof.

And who would take pictures with their analog camera of the vocabulary in class? Certainly no one. I once had a course participant in 2013 who had taken over 2000 photos with his smartphone during his German classes, from A1 to B2.

Learning German from your pocket. Is that possible?

Aren't we very very spoiled today?
We carry the Internet, which allows us to access any word, in our pocket. We can have entire sentences and texts translated in no time in order to understand something that is written or said in the foreign language. The only problem is that, we understand it in that very moment, but we don't remember it. Our brain simply doesn't work that way. It has to hear and see a word several thousand times. The human being must also speak and write the word, so that he remembers it. Memory is very much tied to associations, actions, situations that go along with the word or phrase. This is why learning separate vocabulary lists and translating the learned vocabulary into spontaneous utterances in a conversation is so difficult. Vocabulary lists lack associations, actions, and situations.

Integration and language. There was a link, wasn't it?

English is present everywhere, because the whole world speaks it. Many Germans are happy to brush up on their English with a colleague from Egypt or a neighbour from Japan. And you also want to be polite, because you think "the other person can't understand me (yet), so I'll make it easier for him". Besides, it is also much more convenient, because it is faster.

The other day I read a "cry for help" on the Internet from a person who wrote that she had been living in Germany for 3 years and had no contact with Germans until now. She asked the community what advice they could give her to make friends. Everyone advised her to learn the language.
Yessss. But how come that this not item one on her list? What is it, that brings rather many people today away from thinking about the most obvious thing? Which is that the language of the country I live in is the key to integration?

Both sides are always involved here:
1. the native speakers themselves
If I make it possible for the other person who is learning my language to learn it, I am at the same time giving him the opportunity to integrate. By trying to make it easy for him by immediately switching to English, I DENY him both opportunities. I would find it presumptuous if someone simply spoke to me in English just because I speak his language on a very basic level. It's like with little kids: If I always do everything for them because they can't figure something out for themselves right away, because they're not as fast or accurate, because I don't want them to fall down, I'm depriving them of the opportunity to experience life on their own.

2. foreign language learners, for example those who learn German as a foreign language.
To them I would like to suggest 2 things:
Don't let them take away the opportunity to learn the language and integrate. AND the longer you think about the language, how hard it might be, about all the things you cannot express, about how long it will take you to learn it, the more you linger in the passive mode. Then you are only busy with worries rather than getting into action, rather than looking for a language school and taking a German course, enrolling in a sports club where you can socialize. If you think about it too long, the thought "I don't need it yet and I can get by with English" will creep in pretty quickly. The more normal this mode becomes and the need to learn German and integrate yourself moves into the background. You may even forget about it. You find it normal that life runs in English and you find it strange when someone addresses you in German. Then it seems almost arrogant that someone would even think of addressing you in German: You don't speak English? How is that possible??

And then suddenly comes the point: Why is it actually so difficult to make contacts here? Why is German so difficult? And you start all over again. Only now the process of deciding FOR a German course, FOR a spontaneous conversation with basic words in German, is much more difficult. Learning German becomes a bigger and bigger hurdle.

This way, integration takes a long time.

It is a rather long way to make contacts here that last. In this point, the Germans are very reliable: You don't make a friend from one moment to the next. It is a process. "Hello" and "How are you? How are the kids doing and do you want to go for a coffee sometime?" No, for Germans that is not yet a friend. BUT it can be the beginning of a friendship that is goiong to established over time and IF you have a friend, you have him/her. Yes, Germans are really reliable in that respect. But how are you going to find this out? How are you going to get to know friends if you don't make the first step with the language? How are you going to get to know that the concept of "friend" is different in English than in German? How are you going to find this out if you make English your everyday language?

White bread and dark bread. Yes, there are differences. Some like it, some don't.

When I was in the U.S. in 1995 during my high school year, I had a hardcover Pons dictionary. Nothing else. There was no one to speak German for me. I HAD to speak English from the very first second. And I started from scratch. Although I already had learned English at school for 6 years. No one spoke slower for me to understand. From this point, English was my new means of communication. Yes, there were many difficult situations. Intercultural misunderstandings, different attitudes and habits, a completely new everyday life. And you know what: I am so happy that it was exactly that way.

 

When I sometimes read on the Internet that people are frustrated because the Germans don't understand them and they don't understand the Germans, because misunderstandings arise, because life is just generally different, that there are different or stricter laws, that they THEREFORE find life in Germany so difficult, too bureaucratic, the people are too direct and unfriendly. Then I often think: Dear people! There are difficulties in life. There are differences and situations that are new. This is normal and no reason to bury your head in the sand.

When I fly to most countries in the world and find no dark bread, then that's the way it is. Just because I'm used to eating dark bread doesn't mean that others have to adapt to my habits and bake dark bread from now on. Then I'll just eat white bread. Not everything that is normal for me means that it is better and it certainly does not mean that the other is bad.

 

Let's just do something good for ourselves and be HAPPY about the DIFFERENCE. Let's be happy about the fact that we can get to know something DIFFERENT.

One and the same narrative told in the native language & in the foreign language

Isn't it one of our a deep need to being able to let others know about ourselves? Our lives, the difficulties and the beautiful things?

There is a study about narrations of speakers who told one and the same experience in their native language and in a foreign language. The result was that the narratives in the foreign language contained emotions that did not occur in the native language or were expressed differently, also being told in a more neutral way. In some cases, different parts were omitted in the narratives in the native language, but were present in the foreign language (Angela Weißhaar: Neurologie des Erzählens, 2009).

 

So, besides being able to integrate, the foreign language also gives us possibilities to express ourselves differently. In a new way and thus to see things in a new and different way. Maybe, it also allow us to have another look at OURSELF.

How do we want to get to know new things if we always see them through the glasses of our mother tongue or through the glasse of English?
 
What can we express through the foreign language that we do not express or express differently in the mother tongue? Would it be exciting to experience that?


Our Language school in Frankfurt Main: German courses online and offline

The maximum number of people in our online German courses is 6 persons. If you want to learn German, to finally have a say and integrate without fear of the language barrier, our Language school is exactly the point to start for you.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0